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Über mich

Was mich glücklich macht:

  • Kaffee trinken und im Sonnenschein ein gutes Buch lesen. Nein, seien wir ehrlich: drei. 

  • Mein Gesicht im samtweichen Bauch meiner Katze Shams vergraben.

  • Freibadpommes im Columbiabad 

  • Karaoke (only good, when it´s bad)

Persönliches

Ich bin im prekären und vielfältigen Berlin-Neukölln sozialisiert, wo ich auch heute lebe und arbeite.

Das Aufwachsen in diesem Milieu prägt bis heute meine Perspektive auf die Welt und meine Arbeit.

Aus dem Zusammenleben und der Verbundenheit mit den unterschiedlichsten Menschen im Kiez wuchs mein Bedürfnis, verschiedene Perspektiven reflektieren, verstehen, würdigen, verhandeln und versöhnen zu können.

Die Erfahrung lehrte mich, wie Menschen individuell oder kollektiv mit (vermeintlichen) Differenzen und (verschiedenen oder gleichen) strukturellen Gegebenheiten umgehen können. Durch welche Gedanken, Handlungen oder Erfahrungen Gefühle von Einsamkeit vs. Verbundenheit, Ausgrenzung vs. Zugehörigkeit, Dissonanz vs. Harmonie entstehen können. Sie lehrte mich, Identitätsaspekte zugleich als (gesellschaftliche und individuelle) Konstruktionen UND wirkmächtige soziale Realitäten zu verstehen, die vielfältigen Sinngebungs-, Aushandlungs-, Macht- und Gewaltprozessen unterliegen. Sie lehrte mich, den einfachen Weg der direkten Begegnung auf dem Fundament gemeinsamer Menschlichkeit zu gehen, Normen und Denkweisen nie als allgemeingültig zu verstehen, sondern offen zu bleiben für Neues und daran zu wachsen.

Diese frühen und gewissermaßen rohstofflichen Erlebnisse korrespondieren mit geisteswissenschaftlichen Theorien und zivilgesellschaftlichen Praktiken, zu denen ich v.a. durch meine akademische Bildung Zugang gefunden habe. Viele Eindrücke lagen zersplittert und unsortiert nebeneinander, bis ich in gewissen Strömungen ein geistiges Zuhause und eine Sprache gefunden habe, die Grammatik und Vokabeln bereitstellt, um Erfahrungen so sortieren und versprachlichen zu können, wie es mir sinnvoll und hilfreich erscheint.

Seit dem Studium beschäftige ich mich neben der Psychologie vertiefend mit Philosophie, Soziologie, Kunst- und Kulturwissenschaften. Besonders interessieren mich Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, Sozial- und Moralphilosophie, Erzähltheorie sowie Macht- und Diskriminierungsformen. Als besonders stimulierend, resonierend und prägend empfinde ich den Poststrukturalismus/ die Dekonstruktion, die Kritische Theorie (inkl. Critical Race Theory, Critical Whiteness), Intersektionalität, de-/postkoloniale Ansätze, die Queer Theory, Feministische Theorie, klassismuskritische Ansätze und Subaltern Studies. Faszinierend und wichtig empfinde ich die Beiträge zu epistemischer Ungerechtigkeit und Gewalt gegen, und epistemischem Widerstand und Privilegierung von diskriminierten Subjekten und Gruppen. 

Ich bewundere und studiere (widerständige) Bürger*innenrechts- und Neue Soziale Bewegungen, Gegengemeinschaften und solidarische Formen des Zusammenlebens. 

Besonders anregend empfinde ich die diesen Diskursen entlehnten Begriffe von: Ambivalenz, Drag, Fluidität, Habitus, Hybridität, Mimikry, Performance, Solidarität-in-Differenz und Universalismus von unten. 

Zu den Autor*innen und Aktivist*innen, die mich inspirieren, zählen:

Sara Ahmed, Mohamed Amjahid, Gloria Anzaldúa, Kwame Anthony Appiah, Hannah Arendt, May Ayim, Étienne Balibar, Homi K. Bhabha, Omri Boehm, Pierre Bourdieu, Judith Butler, Max Czollek, Gilles Deleuze, Jacques Derrida, María do Mar Castro Varela, Carolin Emcke, Didier Eribon, Frantz Fanon, Naika Foroutan, Nancy Fraser, Miranda Fricker, Michel Foucault, Manon Garcia, Paul Gilroy, Édouard Glissant, Jule Govrin, Byung-Chul Han, Stuart Hall, Nancy Hartsock, Donna Haraway, Sally Haslanger, bell hooks, Rahel Jaeggi, Marsha P. Johnson, Natasha A. Kelly, Albrecht Koschorke, Raúl Krauthausen, Shermin Langhoff, Mike Laufenberg, Daniel Loick, Audre Lorde, Luisa Neubauer, Christian Neuhäuser, Thomas Piketty, Sylvia Rivera, Edward Said, Sasha Marianna Salzmann, Reyhan Şahin, Gayatri Chakravorty Spivak, Jason Stanley, Natascha Strobl, Trinh T. Minh-ha, Alok Vaid-Menon, Vanessa Vu, Isabel Wilkerson.

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